Videoidentifizierung: BaFin verlängert Übergangsfrist für neues Videoidentifizierungsverfahren bis ins 2. Quartal 2017

Am 19. Oktober 2016 hat die BaFin mitgeteilt, dass sie die Überarbeitung der Sicherheitsanforderungen für das Videoidentifizierungsverfahren noch nicht abgeschlossen hat. Der Mitteilung zufolge plant die BaFin die Veröffentlichung eines neuen Rundschreibens nun zum Jahresbeginn 2017. Für dessen Anwendung soll eine Übergangsfrist bis ins 2. Quartal 2017 gelten.

Hinweise auf Planungen der BaFin, die neuen Standards vor ihrer verbindlichen Veröffentlichung mit Verpflichteten und Verbänden zu konsultieren, sind der Mitteilung nicht zu entnehmen. Das ist bedauerlich. Sah sich die BaFin doch aufgrund handwerklicher Fehler, mangelnder Praxistauglichkeit und rechtlicher Unzulänglichkeiten (vgl. bereits hier) gezwungen, ihr erst im Juni 2016 veröffentlichtes Rundschreiben 04/2016 (GW) zu den Anforderungen an die Nutzung von Videoidentifizierungsverfahren unmittelbar nachfolgend per Verlautbarung vom 11. Juli 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wieder auszusetzen. Eine solche Fehlleistung hätte sich aller Voraussicht nach vermeiden lassen, wenn man hier rechtzeitig den fachlichen Input der Anwenderebene eingeholt hätte.

Laut BaFin-Mitteilung gelten die Vorgaben des Rundschreibens 1/2014 (GW), Ziffer III. bis zum Inkrafttreten der neuen Standards im Jahr 2017 fort.

Nach den Irrungen des Jahres 2016 bleibt zu hoffen, dass die BaFin zum Jahresbeginn 2017 ein ausgereiftes und praxistaugliches Rundschreiben vorlegen wird.

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