MAR: Q&A zur Umsetzung der MAR erneut aktualisiert

ESMA hat am 27. Januar 2017 die Q&A  um weitere Klarstellungen zu praxisrelevanten Fragestellungen ergänzt.

Die neue Frage 6 im zweiten Abschnitt der Q&A hat die Wertberechnung von unentgeltlich gewährten Optionen zugunsten von Geschäftsführern oder Arbeitnehmern zum Gegenstand. Dabei ist aus Sicht von ESMA der im Zeitpunkt der Gewährung vom Emittenten zugewiesene wirtschaftliche Wert der Option ausschlaggebend, hilfsweise das aus Sicht der Person, die Führungsaufgaben wahrnimmt, allgemein anerkannte Optionspreismodell. Das Optionspreismodell bestimmt den Wert der gewährten Option basierend auf Variablen wie Aktienkurs, Ausübungspreis und Zeitraum bis zum Ablauf der Optionsfrist. Daneben wären je nach Art des allgemein anerkannten Optionspreismodells auch (risikolose) Zinssätze, künftige Dividenden und implizite Volatilität zu berücksichtigen.

Die neuen Fragen 9 bis 11 im dritten Abschnitt enthalten Erläuterungen zum Anwendungsbereich der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958. Wenn eine Anlageempfehlung mehrere Emittenten betrifft (z.B. als Teil einer sektorbezogenen Analyse), sind aus Sicht von ESMA die Voraussetzungen der Delegierten Verordnung auf jeden einzelnen Emittenten anzuwenden. Dies gilt entsprechend für jedes einzelne Finanzinstrument, wenn sich die Empfehlung auf mehrere Finanzinstrumente bezieht. Hat eine Empfehlung ein indexbasiertes Derivat zum Gegenstand, soll das Derivat im Rahmen der Anwendung der Delegierten Verordnung selbst als Finanzinstrument behandelt werden (und nicht das jeweilige im Index gewichtete Instrument).

Q&A

Delegierte Verordnung (EU) 2016/958

MAR

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