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Wertpapierprospekt: ESMA berichtet über Entwicklung in 2014

ESMA hat am 23. Juli 2015 Statistiken zu den in 2014 im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gemäß den Vorgaben der Prospektrichtlinie (Richtlinie 2003/71/EG, geändert durch Richtlinie 2008/11/EG) gebilligten Wertpapierprospekten veröffentlicht.

Der Bericht enthält:

  • Allgemeine Angaben zur Erstellung von Wertpapierprospekten sowie Nachträgen im EWR im Jahr 2014 unter Gegenüberstellung zum Jahr 2013;
  • Tendenzen der Billigungspraxis seit 2006;
  • Detaillierte Information zur Struktur (base and non-base prospectuses) und Art der erfassten Finanzinstrumente (equity and non-equity);
  • Angaben zur „Passporting“-Aktivität gemäß Art. 18 der Prospektrichtlinie.

Die Zahl der im Jahr 2014 gebilligten Wertpapierprospekte ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau geblieben, ähnlich wie in den meisten der wirtschaftlich stärkeren Mitgliedstaaten. In Griechenland ist die Zahl der gebilligten Prospekte nach leichter Erholung in 2013 wieder auf das Niveau von 2012 zurückgefallen. Die meisten Wertpapierprospekte wurden in Luxemburg (18,4%), Irland (16,10%) und Großbritannien (12,00%) gebilligt. Der Anteil Deutschlands beträgt 9,6%. Noch immer liegt die Gesamtzahl der innerhalb des EWR gebilligten Prospekte nur bei 38% des Wertes für 2007. Die Anzahl erforderlicher Nachträge zu Wertpapierprospekten hat über sämtliche EWR-Staaten hinweg gegenüber dem Vorjahr um 25% zugenommen. Was die Art der erfassten Finanzinstrumente angeht, so haben drei Viertel aller Prospekte Fremdkapitalinstrumente zum Gegenstand und nur ein Viertel Eigenkapitalinstrumente. Auffällig ist, dass in den in jüngerer Zeit der EU beigetretenen Staaten Ost- und Südosteuropas zahlenmäßig Eigenkapitalemissionen deutlich überwiegen.